Bioinformatik


Welche Ausbildungswege gibt es in der Bioinformatik?

Die Bioinformatik benötigt nicht nur hoch qualifizierte Mitarbeiter. Sie hat Bedarf an Fachkräften mit allen möglichen Bildungsabschlüssen. Neben dem Hochschulstudium gibt es unter anderem auch einen Ausbildungsgang, der die Türen zur Bioinformatik öffnen kann.

Technische Angestellte und Laboranten mit abgeschlossener Berufsausbildung können einen zweiwöchigen Lehrgang mit 100 Unterrichtsstunden in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland ablegen. Bei Bestehen dürfen sie sich danach als Fachkraft für Bioinformatik bezeichnen. Der Lehrgang vermittelt die erforderlichen Kenntnisse, um mit Rechnersystemen umzugehen die grundlegenden Prozesse der Bioinformatik zu bestehen. Da die Fortbildung bereits Kenntnisse typischer Laborverfahren und biologischer sowie medizinischer Zusammenhänge voraussetzt, ist eine mehrjährige Berufspraxis neben der abgeschlossenen Ausbildung ebenfalls ein wichtiges Kriterium.

Die Fortbildung schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab, in der der Teilnehmer beweisen muss, dass er einerseits die Grundlagen der Molekular- und Zellbiologie verstanden hat und außerdem mit den Erkenntnissen der Bioinformatik sicher umgehen und die erforderlichen Anwendungen im Rechnersystem bedienen kann. Wichtig ist auch die sichere Beherrschung englischsprachiger Anwendung, da ein Großteil der Forschungserkenntnisse in der Bioinformatik aus dem anglophonen Raum stammt und entsprechende Kenntnisse voraussetzt.