Routinearbeit
Eine typische Routinearbeit des Bioinformatikers besteht darin, neu gewonnene Daten sinnvoll aufzubereiten und sie in Datenbanken einzupflegen. Für diese Arbeit sind oft umfangreiche mathematische Kenntnisse erforderlich, da sich die Arbeit noch deutlich von der einer Bürokraft unterscheidet.
Um richtig mit den Datenbanken umzugehen, muss der Bioinformatiker einerseits die Programmiersprache beherrschen, andererseits die Datenbank und ihre zugrundeliegenden mathematischen Prozesse selbst kennen. Gerade in diesem Bereich der Arbeit liegt allerdings das große Forschungs- und Entwicklungspotenzial, das allein auf den Schultern der Bioinformatiker lastet. Mittlerweile haben sich unzählige Datenbanken als bedeutende Quellen herauskristallisiert und es entsteht zunehmend Verwirrung. So kann es beispielsweise vorkommen, dass gewisse Datensätze in unterschiedlichen Datenbänken mehrfach vorliegen und es auf diese Weise zu fehlerhaften Ergebnissen beim Auslesen und Analysieren kommen kann.
Problematisch sind beispielsweise Gen- und Proteindatenbanken, die auf ähnlichen biologischen Grundsätzen beruhen - der Proteinbiosynthese - und daher gleichwertige Datensätze enthalten können. Das Ziel dieser Entwicklungsarbeit besteht darin, aus korrekt verarbeiteten und gespeicherten Genom- und Proteomdaten das Regelwerk eines kompletten Lebewesens zu konstruieren. Dieses Ziel scheint allerdings noch in weiter Ferne zu liegen, sodass es auch für künftige forschungsinteressierte Bioinformatiker mehr als genug Arbeitsplätze geben wird.
