Bioinformatik


Für Abiturienten oder Personen mit einer anderen Hochschulzugangsberechtigung besteht die Möglichkeit, Bioinformatik zu studieren. Die meisten Bundesländer verfügen über mindestens eine Hochschule, die den Studiengang anbietet.

In der Regel handelt es sich dabei um einen Bachelor-Master-Studiengang, es kann aber auch sein, dass nur der Master als weiterführende Ausbildung angeboten wird. Die Diplomstudiengänge sind in der Regel auslaufende Modelle, die nicht mehr angeboten werden können. Studierende der Bioinformatik müssen mathematische Begabung mitbringen, da sie viel mit Algorithmen und anderen komplexen Vorgängen in der Mathematik zu tun haben werden. Wie bei jedem anderen Informatik-Studiengang auch sollte eine gewisse grundlegende Beherrschung der gängigsten Programmiersprachen gegeben sein. Naturwissenschaftliche Kenntnisse, beispielsweise durch einen Grund- oder Leistungskurs Biologie, sind ebenfalls hilfreich, ebenso sollten Grundkenntnisse der organischen Chemie vorhanden sein. Je nachdem, welche Fakultät das Studium ausrichtet, wird der Schwerpunkt eher auf der Biologie oder der Informatik liegen. Dadurch können auch Studentenrabatte eingehalten werde.

Gerade für ein kombiniertes Fach ist dieses Wissen wichtig, damit sich Studenten je nach Begabung die richtige Universität aussuchen können - wer mit den Naturwissenschaften besser zurechtkommt als mit der Informatik, sollte sich in jedem Fall eine biologische Fakultät aussuchen. Die beiden Mutterwissenschaften, Biologie und Informatik, werden in Grund- und Hauptstudium nach und nach fachspezifischer. In beiden Teilbereiche besteht die Möglichkeit, sich auf ein spezielles Fachthema zu spezialisieren. Auf diese Weise fördert das Studium frühzeitig Talente, macht es aber auch erforderlich, sich früh im Leben für eine spezifische Richtung im späteren Beruf zu entscheiden.

Mit dem Bachelor-Abschluss kann man in der Regel bereits in den Beruf einsteigen und weitere Erfahrungen durch die Arbeit sammeln. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nachträglich oder direkt im Anschluss den Master-Abschluss zu absolvieren. Dieser kann wie bei vielen anderen Master-Abschlüssen auch durch das Unternehmen bezahlt werden, bei dem der Bachelor-Absolvent arbeitet - gerade Forschungsunternehmen sind oft sehr daran interessiert, selbst dafür Sorge zu tragen, dass ihre Fachkräfte weiter ausgebildet werden und dabei unter ihrem Einfluss stehen.